Hunderennen in Deutschland, sind diese legal?

Hunderennen sind in Übersee, wie in Amerika und Australien längst als kommerzielle Sportwetten etabliert. Auch in Europa zum Beispiel in Großbritannien und Irland kann man mit Hunderennen viel Geld verdienen. Wie ist es in Deutschland mit Hunderennen? Sind Sportwetten mit Hunden erlaubt?

Der Ursprung des Hunderennsport

Bei den ersten Hunderennen wurde eine Hasenattrappe über eine Strecke von circa 365 m gezogen, um den Jagd- und Hetztrieb der Hunde zu fördern. Die ersten Rennen fanden 1876 in England statt. Als Begründer des Hunderennens wird Owen Patrick Smith aus den USA genannt. 1912 entstand die erste offizielle Greyhound-Rennbahn in Amerika. Darauf folgten Rennen in England, die mit 1600 Zuschauern gut besucht war. Trotz vieler Kritik sind Hunderennen in England, Südamerika und Asien ein fester Bestandteil von Sportwetten.

Geeignete Rassen für Hunderennen

Natürlich eignet sich nicht jeder Rasse zum Rennen. Windhunde wurden im Allgemeinen für die Hetzjagd von Hasen, Füchsen und Rehen gezüchtet. Sie jagen auf Sicht und ihr schlanker, hoher Körper gibt ihnen beste Laufeigenschaften. Die schnellen Sprinter werden daher vorwiegend für die Rennbahn eingesetzt.

Die Greyhounds schaffen eine Geschwindigkeit von bis zu 80 km/h und halten das Tempo über eine längere Strecke. Der Greyhound gehört somit nach dem Gepard zu den schnellsten Landsäugern. Aber auch der kleine, wendige Whippet schafft es auf etwa 60 km/h. Deerhound, Afghane und der Irish Wolfhound sind weitere Hunderassen, die sich für Hunderennen eigenen.  

Neben der Schnelligkeit liegen den Hunderassen, die auf der Rennbahn zu finden sind, auch der natürliche Jagdtrieb im Blut. Auf der Rennbahn können sie ihren Hetztrieb, bei der „künstlichen“ Hasenjagd ausleben.

Da es in einigen Ländern ein legitimes Geschäft ist, mit Hunderennen Geld zu verdienen, werden Greyhounds teilweise übermäßig gezüchtet. Dahinter steht aber oft keine Liebe zum Tier, sondern ein lukratives Einkommen, sodass die Hunde auf der Rennbahn regelrecht abgenutzt werden. Nach nur vier Jahren haben die professionellen Hunde bei den Rennen ausgedient.

Hunderennen in Deutschland

Kommerzielle Hunderennen und damit das Wetten auf die Vierbeinern, ist in Deutschland gänzlich verboten! Die in Deutschland veranstalteten Hunderennen sind ausschließlich Amateurrennen, das bedeutet, es wird kein Geld mit den Rennen verdient.

In ganz Deutschland gibt es 23 Hunderennbahnen. Auf allen Sandbahnen wurde versucht, das Verletzungsrisiko, für die Tiere, so gering wie möglich zu halten. Die Windhunde werden zuvor trainiert. Ähnlich wie in anderen Hundesportarten, wie beispielsweise Agility, ist für den Greyhound das Hunderennen eine ideale Sportart.

Trotz der Hobby-Rennen unterliegen die Hunderennen in Deutschland strengen Auflagen. Vor jedem Lauf werden die Tiere, von einem speziellen Tierarzt durchgecheckt, bevor dieser die Freigabe für den jeweiligen Hund für die Rennbahn gibt.

In Deutschland unterliegen selbst die Amateur-Hunderennen präzisen Tierschutzmaßnahmen. Trotz der Faszination, ähnlich des Pferderennens, geraten underennen immer wieder in die Kritik.

Das Internet bietet die Möglichkeit nahezu weltweit legal an Hundesportwetten teil zunehmen. Ob es ethisch zu vereinbaren ist, das muss jeder selbst entscheiden.